2025 – MAURITIUS  – LUXUS HAT WAS !

Wir liegen einigermaßen erschöpft von der langen Reise, doch gleichzeitig verblüfft und glücklich über diese fabelhafte Aussicht auf den Indischen Ozean, eingekuschelt auf den weichen Kissen der Sonnenterrasse vom Hotel MYSTIK LIFE STYLE  in MONT CHOISY.

Ich bin sofort begeistert von den sich im Wind wiegenden Palmen und der bunten Vogelschar, die sich in den  Gummibäumen tummelt und zwitschert, was das Zeug hält ! Hinter uns gluckert der Infinity-Pool, in den ich am liebsten sofort hopsen würde. Doch das geht natürlich nicht, bevor wir unser Zimmer beziehen und duschen können.

Freudig überrascht sind wir von der Eleganz des Zimmers mit geräumigem Bad und sogar einem kleinen Balkon – der Blick geht auch hier ins Grüne !

Dieses Hotel ist nicht umsonst abgebildet in einem schicken Magazin, das überall ausgelegt ist. Der Titel stimmt – es ist ein kleines Paradies !

Bei Sonnenuntergang nehmen wir einen zünftigen Drink und gehen dann auf die Restaurant-Terrasse, mit wieder einer anderen Aussicht auf den Pool und den Ozean.

Um es gleich vorweg zu nehmen : wir werden an den Abendessen nicht sehr viel Freude haben. Gleich am ersten Abend muss ich meine Pommes frites zurückgehen lassen, weil sie kalt und von gestern sind. Ein paar Tage später muss es Mireille es sich gefallen lassen, dass man ihr eine nicht ganz aufgetaute Lasagne anbietet!! Das ist unwürdig für ein  ***Hotel und wir ziehen es vor, an den letzten drei Abenden woanders zu essen – sehr gut und preiswerter als im MYSTIK.

Das Frühstück ist allerdings jeden Tag eine lustige Sache, denn wir können unter 13 verschiedenen Menüs auswählen, von salzig bis süß, von vegan bis englisch (mit Würstchen und Spiegelei) und natürlich gibt es auch etwas für die Körner Liebhaber. Während Mi sich dankenswerterweise an die Kaffeemaschine begibt, die entweder gerade leer ist oder noch nicht aufgefüllt wurde, vergnüge ich mich damit, den Vögeln am Nachbartisch zuzuschauen, die sich am offen gebliebenen Brotkörbchen gütlich tun…

Heute Morgen ist der Himmel bedeckt  und wir begeben uns auf die Dachterrasse – wo jeden Abend Disco stattfindet – um uns das Ganze mal von oben anzuschauen. Da wird leider deutlich, dass es nur 4 Sonnenschirme gibt, nicht genügend für die Anzahl von Gästen, die mit dem Meer nichts am Hut haben und sich lieber auf der Terrasse sonnen, aber nicht verbrennen lassen wollen. « Wir arbeiten dran » erklärt die Hotelleitung lässig.

An meinem 79. Geburtstag ist das Wetter einzigartig schön, von morgens bis abends.

Meine beste Freundin hat mir  ein Langusten-Diner geschenkt und dieses ist einfach exzellent ! Noch dazu, weil der  nette Besitzer des italienischen Restaurants LE MEDITERRANNÉE, zu dem wir gepilgert waren, uns dankenswerterweise in der schwarzen Nacht zum Hotel zurück fährt.

Ab da werden wir jeden zweiten Tag durch den Filaos-Wald eine Viertelstunde zum Meer spazieren und uns dort ein schattiges Plätzchen im Sand suchen – denn Liegen gibt es hier keine mehr wie vor sechs Jahren. Die Bucht ist ja sehr groß und gleich hinter dem Wald sind unzählige Resorts und Hotels entstanden, deren Bewohner alle zu diesem Strand pilgern. Noch dazu haben hier schon die großen Ferien angefangen, die bis Mitte Januar gehen werden. Wir haben also das etwas zweifelhafte Vergnügen, sehr nahe einen Kindergeburtstag von ca. 30 schreienden kleinen Mauritiern zu erleben – die Groβen spielen derweilen auf Trommeln und allen nur möglichen Schlagzeugen  und amüsieren sich köstlich…

Und wir schwimmen im wunderbar warmen Ozean und freuen uns ebenfalls, das hier alles genießen zu können !

Wir machen am Mittwoch einen Ausflug zum Botanischen Garten von  PAMPLEMOUSSE, den wir in guter Erinnerung haben. Auf dem Weg erzählt uns Domé, unser netter Taxichauffeur, alles Mögliche über die Insel. Zum Beispiel auch das Schreckliche, was Corona brachte : keine Flugzeuge mehr, keine Schiffe mehr – und die Insulaner konnten sich nicht oder nur sehr schlecht alleine ernähren, es gab Fälle von Selbstmorden aus Hunger…

Der Botanische Garten ist diesmal nicht so schön, wie vor 6 Jahren, weil es auch hier nicht genügend regnet. Die riesigen Seerosen, die uns damals so begeistert hatten, tragen dieses Jahr überhaupt keine Blüten und sehen richtig traurig aus. Aber diesen schönen Baum bewundern wir für den « Teppich », den er für uns ausgelegt hat.

Domé wird ab da zu unserem guten Geist. Erstens bringt er uns zwei Abende hintereinander zu sehr guten Restaurants « meine Freunde », in denen wir besser uns preiswerter speisen als im Hotel. Und zweitens rettet er uns am Abreisetag ein paar Stunden, denn unser Flugzeug wurde – wegen Schneefalls am Flughafen Charles de Gaulle in Paris !! – um 10 Stunden storniert. Da Domé aber sowieso am Mittag einen Fahrgast dort abholen muss, schlägt er uns vor, die Zeit bis dahin mit einer Fahrt über den Südosten der Insel zu verbringen. Wir sind natürlich begeistert, denn so lernen wir wieder noch etwas Neues auf sehr angenehme Weise kennen.

Zum Beispiel das Historische Museum in Mahebourg, das die ganze Kolonialzeit der Insel – die erst seit 1968 unabhängig ist – aufzeigt, von den Holländern über die Engländer bis zu den Franzosen. 

Mein liebstes Foto habe ich mir für den Schluss aufgehoben, denn es wird uns immer an diese wunderbaren zehn Tage erinnern.

More To Explore

Destinations

August 2025 – KORSIKA UND DIE KORSEN

« Eine Seefahrt, die ist lustig … » so man denn in dem riesigen Hafen von Marseille die richtige Anlegestelle der Corsica Ferries gefunden hat !! Wir brauchen eine